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Mittwoch, 6. November 2013

Cathy McAllister - Das Herz der Wölfin

Achtung Suchtgefahr! Bereits ein Buch macht süchtig.
Nebenwirkungen: Nicht mehr ansprechbar sein während des Lesens und akuter Schlafmangel.
Warnung: viele Liebesszenen, bei denen es heftig zur Sache geht. Es widerfahren Ylva außerdem einige schlimme Dinge.

Wikinger-Liebesromane wurden meiner Meinung nach in der letzten Zeit viel zu wenige veröffentlicht. Soweit ich weiß, wurde dieses Liebesroman-Subgenre bereits totgesagt, dass dem nicht so ist, beweist dieser Roman.
Er hebt sich insofern von bestehenden Werken ab, dass die Frau die Wikingerin ist (meistens ist das ja sonst der Mann) und noch eine Spur wilder als der fränkische Krieger.

Allerdings kann Ylfa ihr Temperament nicht immer ganz ausleben, da sie mit Folter oder der Hinrichtung rechnen muss für sich oder ihre drei mitgefangenen Wikinger, für die sie verantwortlich ist. Auch wird sie schnell nachgiebig in Fulks Armen, obwohl sie sich gegen die immense Anziehungskraft wehrt, da sie nicht die Hure eines Franken sein will. Schließlich ist sie die Tochter eines Jarls und hat ihren Stolz, den sie auch zeigt. Außerdem ist sie sehr stur, doch in dieser Hinsicht steht ihr Fulk in nichts nach.

Stellenweise war Fulk mir am Anfang des Romans nicht ganz so sympathisch, da er recht arrogant erschien und immer wieder betonte, dass sie als seine Leibeigene sein Besitz ist. Doch dieser Eindruck von ihm legt sich bald, da er noch viele weitere Charakterzüge zeigt, allen voran sein Verantwortungsgefühl seinen Leuten gegenüber.

Sprachlich und stilistisch hat mir der Roman sehr gefallen, besonders weil die Sprache und insbesondere die wörtliche Rede an diese Zeit angepasst wurde. Hier hat die Autorin sich deutlich weiterentwickelt, da sie früher eine eher einfache, sehr direkte, jedoch keineswegs schlechte Sprache verwendete. Sie ist nur eben besser geworden.

Die Handlung ist sehr spannend und ereignisreich, allerdings auch nichts für allzu zart Besaitete, da Helga einige schlimme Dinge widerfahren. Und nein, Fulk ist nicht schuld daran!

Besonders interessante Nebenpersonen waren für mich Ylfas Vater, Fulks Schwester Helga und sein bester Freund. Ich freue mich auf den zweiten Teil der Serie, in dem sie Helga Hauptfigur sein wird. Hinweise auf Band zwei und drei inklusive der Klappentexte befinden sich hinten im Buch. Der Band ist in sich abgeschlossen.

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